Ich bin jetzt den 11er Bandit Brainchild bei wechselhaften Bedingungen von 9-20kn geflogen (78kg, mit Twintip 136er F-One Spark, Atom Bar auf 52cm, 22m Leinen). Was einem sofort auffällt ist die direkte, schon fast leichtgängige Steuergefühl, das schon fast an den Trigger Brainchild erinnert, aber etwas direkter wirkt. Die Depower arbeitet sehr linear und war über den gesamten (getesteten) Windbereich immer linear abrufbar. Die Steuerkräfte bleiben über den gesamten Windbereich relativ konstant. Nur die Haltekräfte nehmen bei mehr Wind etwas zu. Aber weniger heftig wie in früheren Versionen. Ich habe den Kite in Low Y und V Konfiguration geflogen und in beiden Varianten zeigt der Kite eine hohe Reaktivität und engste Drehradien je nach Wunsch. D.h. auch gerade für den Welleneinsatz und am Foil könnte der Kite eine super Option sein (muss ich aber noch testen). Im Turn bleibt die Kraft konstant und kann über die Depower sehr gut reguliert werden, da er sich auch sehr gut gedepowert steuern lässt.
Der Kite lässt sich sehr einfach springen mit guter bis sehr guter Hangtime und Lift. Bei Kiteloops zeigt der neue Bandit aber seine echten stärken. Der 11er fliegt so schnell durch Kiteloops (gefühlt wie ein 9er Evo SLS), daß einen der Kite immer fängt. Da ist er in einer Liga mit 11er Thrive, Hypermodel und Evo Dlab. Der Loop ist super kontrolliert und berechenbar. Übrigens ist das der erste Brainchild Kite, der beim Loopen und engen Turns nicht mehr "knattert". Das dürfte auf das neuen Canopy-Material zurückzuführen sein.
Einfach eine Spaßmaschine. Damit ist F-One bei den One-fits-all Kites wieder im Spitzenfeld angekommen und bietet hier eine echte Alternative zu den bisherigen Platzhirschen an.