

Ende März waren wir beim F-ONE Dealer Meeting und hatten dort die Möglichkeit, den neuen F-ONE Quest ausführlich zu fahren. Mehrere Sessions, unterschiedliche Bedingungen, genau so, wie man Material später auch im Alltag nutzt.
Was uns direkt aufgefallen ist: Der Quest ist extrem zugänglich. Der Druck baut sauber und früh auf, der Wing steht stabil im Windfenster und bleibt dabei sehr ruhig. Man ist schnell im Fahren drin, ohne sich groß anpassen zu müssen. Gerade im Vergleich zu anderen Parawings fühlt sich das Ganze deutlich entspannter an.
Der Quest sitzt etwas tiefer im Windfenster, was ihm spürbar mehr Low-End gibt und beim Anfahren hilft. Gleichzeitig wirkt er insgesamt sehr kontrolliert und berechenbar. Auch wenn der Wind mal unruhig wird oder man nicht perfekt steht, bleibt der Wing stabil und gut handelbar. Was uns besonders gefallen hat: Man fährt einfach länger und entspannter, weil man deutlich weniger korrigieren muss.
Ein Punkt, der uns wirklich überzeugt hat, ist das Handling beim Downwind-Fahren – also Stash und Wiederöffnen.
Hier merkt man, wie viel Entwicklung drinsteckt. Das Bridle-Setup ist sehr aufgeräumt und reduziert Verheddern auf ein Minimum. In Kombination mit dem Pack Assist System wird der Wing beim Zusammenlegen sofort neutral, sobald man an den Frontbridles greift. Dadurch lässt er sich deutlich kontrollierter und sauberer verstauen, ohne dass man gegen Zug arbeiten muss.
In der Praxis heißt das: weniger Gefummel, weniger Stress – und vor allem ein deutlich zuverlässigeres Wiederöffnen. Selbst wenn man es nicht perfekt macht, geht der Wing sauber wieder auf. Gerade beim Downwind-Fahren macht das einen riesigen Unterschied.
Ein spannender Punkt für uns war auch, dass wir den Quest zum ersten Mal in Kombination mit dem Pocket Wing Belt gefahren sind. Das war für uns tatsächlich ein kleines Aha-Erlebnis.
Am Anfang braucht das Ganze etwas Eingewöhnung – vor allem das Stashen und Verstauen in der „Känguru-Tasche“ am Belt. Das ist nichts, was auf Anhieb perfekt funktioniert, sondern erfordert definitiv Übung. Aber wir haben gemerkt, dass es von Session zu Session besser wird und zunehmend intuitiver ist.
Was uns dabei auch überrascht hat, war die Steuerung in Kombination mit dem Trapezhaken. Wir hatten letztes Jahr unsere ersten Sessions mit Pocketwings, und die waren ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Viel Haltearbeit, viel Konzentration.
Mit dem Belt ist das ein komplett anderes Gefühl. Man kann sich einfach einhaken, nimmt Druck von den Armen und fährt deutlich entspannter Höhe. Das Ganze wird fast schon spielerisch. Teilweise fühlt es sich so an, als könnte man „blind“ fahren, weil der Wing so stabil steht.
Und genau da passt der Quest perfekt rein: Er steht so ruhig und konstant im Windfenster, dass man kaum noch aktiv nachsteuern muss. Die Bar bleibt weitgehend ruhig, kleine Korrekturen reichen völlig aus. In Kombination mit dem Belt ergibt sich ein sehr intuitives Gesamtgefühl, das wir so nicht erwartet hätten.
Im direkten Vergleich zum F-One Frigate bleibt der Unterschied für uns ziemlich klar. Der Frigate ist weiterhin der leistungsstärkere Wing, läuft besser Höhe und hat mehr Speed. Der Quest liegt leistungsmäßig nicht weit dahinter, ist aber deutlich einfacher und entspannter zu fahren.
Unterm Strich würden wir sagen: Der Frigate ist die Wahl, wenn es um maximale Performance geht. Der Quest ist der Wing, den man nimmt, wenn man unkompliziert aufs Wasser möchte und einfach eine gute Session haben will – ohne sich ständig mit dem Wing beschäftigen zu müssen.
Für uns hat der Quest beim Dealer Meeting einen sehr runden Eindruck hinterlassen. Kein Spezialgerät, sondern ein durchdachtes Gesamtpaket mit vielen Details, die wirklich zählen – und gerade in Kombination mit dem Pocket Wing Belt ergibt sich ein Setup, das überraschend intuitiv und effizient funktioniert.
