F-ONE PLUME vs. FRIGATE – Unser Test in Dakhla

F-ONE PLUME vs. FRIGATE – Unser Test in Dakhla

Testbedingungen und Setup

Im Oktober 2025 hatten wir die Möglichkeit, zwei der aktuell spannendsten Neuheiten von F-ONE intensiv zu testen: den PLUME und den FRIGATE. Besonders gefreut hat uns, dass wir einige der ersten verfügbaren FRIGATES überhaupt fahren konnten. Getestet haben wir beide Konzepte in Dakhla, am neuen Wassersportcenter New Spirit Dakhla powered by KBC World.

Die Bedingungen vor Ort waren ideal. Konstanter Wind, viel Platz auf dem Wasser und lange Downwind-Spots boten perfekte Voraussetzungen, um beide Wings direkt miteinander zu vergleichen. Da es unsere erste Session mit K-Wing und Pocket Wing war, haben wir bewusst ein großes Crossover Board mit 6'4 Länge gewählt. Das sorgte für frühes Abheben, viel Stabilität und einen entspannten Einstieg.

Der PLUME – Unser Eindruck vom K-Wing

Der PLUME ist F-ONEs K-Wing und vereint Eigenschaften aus Kite, Wing und Pocket Wing. Schon beim ersten Anfahren wurde deutlich, wie intuitiv dieses Konzept funktioniert. Der PLUME liegt extrem leicht in der Hand und baut seine Kraft sehr gleichmäßig auf.

Anders als ein Pocket Wing kann der PLUME im Freefly nicht einfach verstaut werden, da die Fronttube aufgepumpt ist. Im Freefly fährt man den PLUME daher dauerhaft in der Hand, ähnlich wie einen klassischen Wing. Im Vergleich zu einem normalen Wing fühlt sich der PLUME dennoch deutlich leichter an, da er keine Mittelstrut besitzt. Das geringere Gewicht sorgt dafür, dass der PLUME ruhig und angenehm in der Hand liegt und bei längeren Freefly-Passagen deutlich weniger ermüdet.

Ein entscheidender Punkt ist die Kraftentfaltung. Der PLUME baut spürbar mehr Grundkraft auf als der FRIGATE. Die Power steht direkt zur Verfügung und vermittelt viel Sicherheit, insbesondere wenn der Wind schwankt oder kurzzeitig nachlässt. Auf unserem 6'4 Crossover Board fühlte sich der PLUME sehr gutmütig an, verzieh Fehler und ermöglichte saubere Übergänge zwischen Höhe laufen, Anpowern und Freefly.

Dank seines großen Windbereichs funktioniert der PLUME in sehr unterschiedlichen Bedingungen. Er bleibt auch bei stärkerem Wind stabil und kontrollierbar und fühlt sich selbst bei Windstärken jenseits der 30 Knoten noch leicht und gut beherrschbar an. Genau deshalb sehen wir den PLUME als besonders gute Wahl für windunsichere Reviere, wie man sie auf vielen Seen in Deutschland findet.

Der FRIGATE – Pocket Wing für Downwind-Fokus

Der FRIGATE ist F-ONEs erster Pocket Wing und richtet sich klar an Downwind-orientierte Fahrer. Bereits in unserer ersten Session wurde deutlich, dass der FRIGATE ein sehr effizientes und performancebetontes Tool ist.

Er läuft extrem schnell Höhe und baut mit zunehmender Geschwindigkeit sehr effektiv scheinbaren Wind auf. Seine Stärke liegt weniger in der reinen Grundkraft, sondern vielmehr in der Effizienz, sobald man in Bewegung ist. Ein großer Unterschied zum PLUME ist die Möglichkeit, den FRIGATE komplett zu verstauen. Dank des kompakten Designs und des Depower-Handles lässt sich der Pocket Wing sauber einpacken, sodass man im Downwind komplett handsfree unterwegs ist. Dieses Gefühl von Freiheit kommt besonders auf längeren Downwind-Strecken voll zur Geltung.

Im Handling ist der FRIGATE etwas technischer als der PLUME. Er bleibt komfortabel, verlangt aber ein gewisses Maß an Erfahrung. Unsere Empfehlung ist, einen Pocket Wing wie den FRIGATE erst dann zu fahren, wenn man bereits mehrere hundert Meter freeflyen kann, ohne permanent anpowern zu müssen. Dann spielt er seine Stärken voll aus und ermöglicht lange, kontrollierte Downwind-Runs mit maximaler Effizienz.

Auch beim Windbereich zeigen sich Unterschiede. Der FRIGATE überzeugt mit einem sehr guten Low End und erlaubt es, kleinere Größen bei gleicher Windstärke zu fahren. Er fühlt sich besonders wohl bei konstantem Wind und längeren Strecken, bei denen man Zeit hat, den Wing zu verstauen und den Downwind bewusst zu genießen.

Vergleich im Überblick

Der PLUME punktet mit hoher Grundkraft, großem Windbereich und sehr intuitivem Handling. Er bietet viel Sicherheit bei wechselnden Bedingungen und ist besonders für windunsichere Reviere geeignet.

Der FRIGATE überzeugt mit Effizienz, schnellem Höhelauf und maximaler Freiheit im Downwind. Er richtet sich an erfahrene Rider, die lange Strecken fahren und ihren Wing komplett verstauen möchten.

Fazit

Unser Test in Dakhla hat klar gezeigt, dass sich der PLUME und der FRIGATE nicht gegenseitig ersetzen, sondern perfekt ergänzen. Der PLUME ist das vielseitigere und zugänglichere Tool und eignet sich hervorragend für wechselnde Bedingungen, für den Einstieg ins Freefly-Thema und für Reviere mit unsicherem Wind, wie viele Seen in Deutschland.

Der FRIGATE ist die logische Weiterentwicklung für Downwind-orientierte Fahrer, die bereits Erfahrung im Freefly haben und maximale Effizienz, Autonomie und Freiheit suchen. Wer lange Downwinder bei konstantem Wind fahren möchte, findet im FRIGATE ein extrem leistungsfähiges Werkzeug.

Durch das ähnliche Kontrollsystem ist der PLUME aus unserer Sicht auch der ideale Zwischenschritt, bevor man später auf den FRIGATE umsteigt. F-ONE eröffnet mit diesen beiden Konzepten neue Wege im Downwind-Foilen – und die Entscheidung hängt letztlich davon ab, wo und wie man unterwegs ist.


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